Praxis

DPP-Vorbereitung: Wo fängt man an?

Ein pragmatischer Einstieg in die DPP-Vorbereitung: Produktgruppen, Rollen, Datenquellen und kontrollierte Veröffentlichung.

Schrittweise geordnete Produktfelder auf einem Arbeitsblatt
Redaktionelle Illustration passend zum Thema · kein echtes Produktfoto

DPP-Vorbereitung beginnt nicht mit dem Ausfüllen möglichst vieler Felder. Beginnen Sie damit, den Produktumfang und Zuständigkeiten zu verstehen. So vermeiden Sie, Daten für einen unklaren Zweck zu sammeln oder interne Unterlagen versehentlich öffentlich zu machen.

1. Produktgruppe und Rolle bestimmen

Erfassen Sie, welche Produkte und Varianten betrachtet werden und welche Rolle Ihr Unternehmen hat: etwa Hersteller, Marke, Importeur oder ein anderer Wirtschaftsakteur. Prüfen Sie anschließend, welche EU- und nationalen Regeln für die konkrete Produktgruppe gelten. Der ESPR-Rahmen und ein Produktkategorie-Feld allein beantworten diese Frage nicht.

2. Datenquellen und Verantwortliche auflisten

Erstellen Sie eine Tabelle mit Datenpunkt, heutiger Quelle, verantwortlichem Team, Nachweis, Aktualisierungsrhythmus und gewünschter Sichtbarkeit. Eine GTIN kann beispielsweise aus dem Stammdatensystem kommen, Materialangaben aus einer technischen Spezifikation und ein Prüfbericht aus einem privaten Dokumentenarchiv. Markieren Sie fehlende Belege, statt Werte zu schätzen.

3. Öffentlich und intern trennen

Legen Sie für jedes Datenfeld fest, ob es öffentlich geteilt werden soll. Kontaktdaten, vertrauliche Lieferantendokumente und personenbezogene Informationen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Ein interner Nachweis ist nicht automatisch für den öffentlichen Pass bestimmt.

4. Mit einem begrenzten Pilot beginnen

Wählen Sie eine überschaubare Produktfamilie und testen Sie den Ablauf mit synthetischen oder freigegebenen Daten. Erfassen Sie einen Datensatz, laden Sie Belege hoch, warten Sie den Scanstatus ab und prüfen Sie die öffentliche Vorschau. Erst nach fachlicher Prüfung sollte eine Version veröffentlicht werden.

5. Pflege nach der Veröffentlichung planen

Bestimmen Sie, wer Änderungen prüft, wann ein neuer Versionsstand nötig ist und wie Links auf frühere Stände behandelt werden. DPP Direct speichert veröffentlichte Versionen getrennt; ein neues Update erzeugt eine neue Version. Das ersetzt keinen internen Änderungsprozess.

Nützliche Arbeitsgrundlage

Die verfügbaren DPP-Direct-Kategorien sind Eingabehilfen, keine vollständige Rechtsprüfung. Nutzen Sie den DPP-Leitfaden und lassen Sie konkrete Pflichten für Ihre Produkte fachlich prüfen.

Der Ablauf in DPP Direct zeigt die praktische Umsetzung. Vergleichen Sie die Software-Funktionen, bevor Sie Daten aus Ihren Quellsystemen übernehmen.

Quellen

Quellen geprüft am 18. Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Quellen und Aktualisierungsstand stehen jeweils am Ende des Beitrags.

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